Am Anfang ist es praktisch, alles in etwa Pommes-große Stifte zu schneiden, damit das Baby es in die Faust nehmen und es in den Mund stecken kann. „Gegessen“ wird der Teil, der aus der Faust herausschaut, der Rest wird am Anfang fallengelassen, wenn die Faust wieder geöffnet wird.
Festere Lebensmittel können gedünstet werden, bis sie gut gekaut werden können. Fleisch sollte am Anfang in größeren Stücken zum Lutschen angeboten werden. Später, wenn das Baby in der Lage ist, Stücke mit dem Daumen und Zeigefinger zu greifen, funktioniert auch Hackfleisch unproblematisch. Mit dieser Entwicklungsstufe nimmt auch die Menge an fallengelassenem Essen ab.
Diese Form der Beikost führt allerdings nicht dazu, dass man Milchmahlzeiten ersetzt. Die Mutter muß weiterhin so stillen (bzw. mit der Flasche füttern) wie vor der Einführung der festen Nahrung. Einem gestillten Baby müssen auch nicht unbedingt zusätzlich Getränke angeboten werden. Zum lernen kann man jedoch Wasser in einem Becher anbieten.
BLW-gefütterte Babys scheinen eine große Auswahl an verschiedenen Essen zu akzeptieren. Zusätzlich zu dem Geschmack nutzen sie auch noch die anderen Sinne indem sie die Lebensmittel in ihrer normalen Form erleben. Daher ist es auch einfacher zu erkennen, welche Lebensmittel abgelehnt werden. Dies kann insbesondere bei Breien, die aus mehr als einer Zutat zubereitet werden, zu Problemen führen, da schwer zu erkennen ist, welcher Bestandteil vom Baby abgelehnt wird.
Das Baby diktiert die Beikosteinführung selber. Das heißt, daß ein Baby, das Schwierigkeiten hat Essen zum Mund zu bewegen, ist daher wahrscheinlich noch nicht in der Lage zu feste Nahrung essen.
Es ist in solchen Fällen wichtig, dem Wunsch dem Baby zu „helfen“, also Essen in den Mund legen, nicht nachzugeben. Durch die Hilfe umgeht man den natürlichen Erstickungs-Schutz, da das Baby Essen im Mund hat, mit dem es entwicklungsmäßig nicht umgehen kann.
In einer Wippe oder sogar im Liegen sollte auf keinen Fall gefüttert werden. Ein BLW-gefüttertes Baby muß aufrecht sitzen, nur so kann dem Baby Essen, dass es nicht schlucken kann oder will, wieder aus dem Mund fallen und somit der Erstickungsgefahr vorgebeugt werden.
Selbstverständlich sollten die üblichen Vorsichtsmassnahmen, die bei der Beikosteinführung berücksichtigt werden, auch hier eingehalten werden (z. B.: niemals ein Baby mit Essen unbeaufsichtigt lassen). Und natürlich sollten die Eltern auf eine aufgewogene und gesunde Ernährung achten.
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