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Breikasper

Ein “Blog” zum Thema Baby-led Weaning (Baby-gesteuerte Beikosteinführung)

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(2) Die Wissenschaft dahinter

Die Grundlage der Baby-gesteuerten Beikosteinführung (engl. „baby led weaning“, auch kurz BLW genannt) ist eine Studie die Gill Rapley, eine erfahrene Kinderkrankenschwester und stellvertretender Direktor der Baby Friendly Initative des britischen UNICEF Büros, 2004 durchgeführt hat.

Die Basis hinter der Baby-gesteuerten Beikosteinführung ist die Beobachtung, daß Babys mit sechs Monaten in der Lage sind die Beikosteinführung wortwörtlich selber in die Hände zu nehmen. Dabei wird Stillen als die ideale Vorbereitung gesehen, da gestillte Babys sind in der Lage die Milchaufnahme selbst zu regulieren, es ist also nicht möglich, ein gestilltes Baby zu überfüttern. Außerdem ändert sich der Geschmack der Muttermilch — je nachdem was die Mutter gegessen hat. Diese Umstände bereiten ein Baby dann auch auf die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen vor.

BLW nutzt dabei die natürliche Neugier des Babys aus, mit der er seine Welt entdeckt, imitiert und experimentiert. Der Fokus von BLW liegt nicht in der Nahrungsaufnahme (das wird weiterhin durch das Stillen oder ggf. durch die Flaschenfütterung erreicht). Die Beikosteinführung wird als Spaß und Entdeckung gesehen – das Zentrale Thema ist Neugier, nicht Hunger.

Bei der traditionellen Art der Beikosteinführung wird Babys am Anfang alles Essen in Breiform gegeben. Nach einigen Wochen werden die Breie zunehmend „stückchenhafter“, damit die Babys kauen lernen – und erst wesentlich später kommt dann feste Nahrung („Finger Food“) dazu.

BLW überspringt die ersten beiden Phasen. Anstelle sämtliche Lebensmittel zu pürieren oder (später) zu zerdrücken, wird das Essen dem Baby in handlichen Portionen angeboten. Das heißt, daß das Baby sich selbst von dem angebotenen Speisen bedient und selbst entscheidet was - und wieviel - es probieren möchte.

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1 Kommentar

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 simone // Aug 28, 2009 at 13:36

    Hallöchen, bin ich froh Euch gefunden zu haben! Seit einigen Wochen bin ich etwas beunruhigt, daß meine Carla (7 Monate alt) nur Dinge isst, die sie in die Hand nehmen kann, und davon vom Pommes und Brot über die grüne Bohne bis zum Pilz! Nach Bedarf gestillt habe ich schon immer.
    Ich bin total erleichtert, daß mein Baby scheinbar automatisch alles richtig macht, besser als ich (bin seit dem ersten Kind voll auf die ganze Brei-Abfolge-Masche getrimmt)!
    Wenn sie bloß ein Gläschen oder sonstigen Brei in Näpfen sieht, beschwert sie sich sofort lauthals…:-))

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