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Breikasper

Ein “Blog” zum Thema Baby-led Weaning (Baby-gesteuerte Beikosteinführung)

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Zungenbaendchen - OP-Termin

27. März 2008 · 2 Kommentare

Heute waren wir bei einem Kinder-Chirurgen. Diesmal in einem Privat-Krankenhaus in Nord-London, dass uns etwas mehr Vertrauen einfloesste als das NHS-Krankenhaus um die Ecke.

Der Chirurg  dort  bestaetigte die Dignose seines NHS-Kollegen und wir haben uns daraufhin entschieden, die OP so schnell wie moeglich durchfuehren zu lassen. Wenn die Krankenversicherung zustimmt, wird Nora am 19.4. operiert (ja, ein Samstag). Es ist ein ambulanter Eingriff, sie ist ca. eine Viertelstunde unter Vollnarkose und wenn alles ohne Nebenwirkungen ablaeuft, koennen wir sie nach 3 Stunden wieder mit nach Hause nehmen.

Der Nachteil ist: sie muss mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff fasten, wir sind gespannt, ob Nora dies ohne lautstarke Proteste mitmacht.  Der Eingriff ist fuer 8 Uhr morgens geplant, wir werden sie also um Mitternacht zwangsfuettern, das wird ihr hoffentlich bis zur OP reichen.

Das wir die richtige Entscheidung getroffen haben, wurde uns heute abend bestaetigt, als Nora wieder einmal einen Panikanfall hatte. Sie hatte ein Stueck Zucchini am Gaumen kleben und wusste nicht ein noch aus.

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Struwen

27. März 2008 · 2 Kommentare

Wie schon erwaehnt, waren wir zu Ostern in Rheine bei Oma Stemmer. Eine typische muensterlaender Karfreitags-Tradition sind Struwen. Da sich dieses Rezept eigentlich nur fuer groessere Gruppen lohnt, war die Oma begeistert, als Mama vorschlug, diese leckeren Dinger zu backen.  Tante Garnet plus Famile fand sich auch zum gemeinsamen Essen ein. Natuerlich muss auch Nora, trotz der Tatsache, dass Struwen ziemlich viel Zucker enthalten, diese Spezialitaet probieren. Ergebnis: sie war nicht sehr begeistert. Aus Hoeflichkeit knabberte sie an einem Stueck Struwen, fand aber das die Serviertten und der Kaffeeloeffel wesentlich interessanter sind. Sie scheint doch eher daher Opa Stemmer zu gleichen, fuer den regelmaessig ein Stueck Fisch gebraten wurde, waehrend die gesamte weitlaeufige Verwandtschaft den Struwen froente. Aber es war das erste Jahr, wir werden sie noch von der Tradition ueberzeugen.

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Brezen und Fliegerfraß

25. März 2008 · Keine Kommentare

Ostern waren wir in Deutschland - bei Oma Stemmer. Und mit “BLW Light” wurde weitergemacht. Allerdings sind die verkäuflichen Breie eher langweilig. Kartoffeln, Wurzeln (Karotten) und Fleisch; das Fleisch konnte man sich aussuchen. Und manchmal waren auch noch andere Gemüse dabei. Schade eigentlich, denn Nora mag andere Geschmacksrichtungen lieber (Nora mampft sich gerade duch einen Lachs-Spinat-Pastinaken-Topf).

Bei einem Einkaufsbummel bekam Mademoiselle Hunger und nagte vergnügt an einer Laugenbrezen (ohnehin die Dauermalzeit süddeutscher Kinderwagenkapitäne) herum - während Mama und Papa durch Rheines Eingaufsstraße gingen.

Und beim Rückflug am Ostermontag meinte Nora dann, wenn alle hier so ein komisches Gummi-Brötchen bekommen, will sie auch etwas davon haben! Dazu gab es dann auch standesgemäß Gänsewein vom Getränketrolley.

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Ein paar Bilder

16. März 2008 · Keine Kommentare

Heute gibt’s mal ein paar Bilder zum Anschauen. Einfach auf die Bilder klicken und sie werden - oh Wunder der Technik - gross.

Pastinaken Joghurt Bickbeerenmus Reiskeks

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Zurueck zu Plan A

15. März 2008 · Keine Kommentare

Nora hat beschlossen, dass sie genug von dem Versuch hat, ein typisches Breikind zu werden. Sie schnappt sich immer schneller den Loeffel und trifft meistens auch beim ersten Versuch den Mund. Allerdings verwendet sie den Loeffel mehr als Beissring und nicht als Essinstrument.

Da wir beobachten, dass sie ihre Zunge immer besser bewegen kann, haben wir angefangen, wieder “richtig” BLW zu machen. Sie bekommt zwar noch die Breiglaeschen, die gekauft, aber noch nicht gegessen wurden, aber heute gab es  schon mal Nudeln mit Hackfleischsosse. Es macht ihr Spass, mit den Nudeln zu spielen und das Essen auf dem frisch geputzten Kuechenfussboden zu verteilen. Und morgen gibt es Huehnchen-Curry, mal sehen, was sie davon haelt.

Nichtsdestotrotz werden wir in der Woche nach Ostern mit Nora zum Kinderchirurgen gehen um noch eine zweite Meinung zu ihrem Zungenbaendchen einzuholen.

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Zungengymnastik

9. März 2008 · Keine Kommentare

Nora hat in den letzten Tagen gelernt mehr zu babbeln, die B- und M-Laute kommen schon ganz gut. Dabei ist uns aufgefallen, dass sie ihre Zunge mehr bewegt. Daher habe ich es gewagt Nora wieder richtiges Essen anzubieten.

Sie hat sich mit Begeisterung auf die Pastinaken gestuerzt. In England ist dieses Gemuese im Winter eine Standardbeilage zu jedem Sonntagsbraten. Allerdings nicht gekocht, dann schmecken sie ziemlich naja, sondern im Ofen gebacken. Mit viel Olivenoel und ca. 30 min Backzeit. Lecker. Zum Glueck ging alles gut und es gab keine Panikanfaelle.  Mal sehen, wie es weitergeht.

Als Nachtisch gab es griechischen Joghurt. Dieser ist bei Babys, die partout den Loeffel selber halten wollen, nur zu empfehlen. Da er recht fest ist, fliegt er nicht vom Loeffel, wenn Nora glaubt erst ein unsichtbares Orchester dirigieren zu muessen, bevor sie den Loeffel umgedreht in den Mund schiebt.

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BLW light

4. März 2008 · 2 Kommentare

Nora hat sich ja inzwischen etwas zum Breikind gewandelt. Trotz der Schwierigkeiten mit dem Zungenbaendchen wollen wir natuerlich, dass sie weiterhin selbst isst. Daher bekommt sie als Nachtisch meistens Fingerfood, so dass sie im “Training” bleibt. Am besten geht richtig weiches Essen, wie Banane oder reife Birne. Auch Toastfinger gehen gut.

Dieses Training hat auch den Zweck den Pinzettengriff  zu ueben. Sie faengt mehr und mehr an, kleine Ueberreste ihres Essens, die sonst von ihr ignoriert wurden, wieder aufzuheben und doch zu versuchen, sie zu essen.

Das Nora vor der Brei-Zeit selber essen durfte, hat jetzt seine Nachteile. Sie besteht natuerlich darauf, sich auch selber mit dem Loeffel zu fuettern. Die ersten Bissen duerfen zwar die Eltern geben, dann will Nora aber selber ‘ran. Die Konsequenzen sind ein ziemliche “Schweinerei” und wenn sie satt ist, muss eine Generalreinigung durchgefuehrt werden. Nicht nur von Nora, auch vom Hochstuhl, Tisch,  Boden und den Eltern. Nora findet es naemlich auch sehr unterhaltsam mit vollem Mund zu prusten. Tja, Laetzchen sind halt nicht nur fuer die Babys noetig.

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Zungenbaendchen: die Fortsetzung

23. Februar 2008 · 1 Kommentar

Es gibt leider wenig Gutes zu berichten. Nora hat weiterhin Schwierigkeiten, wenn sie zuviel Essen im Mund hat. Sie geraet fast in Panik, presst die Lippen zusammen, hat die Augen weitaufgerissen und man sieht richtig, wie sie nicht weiter weiss. Fuer uns ist es auch schwierig ihr zu helfen. Solange sie den Mund nicht aufmacht, kommen wir an die stoerenden Stueckchen nicht heran.

Wir haben daher beschlossen auf “BLW-light” umzusteigen. Noras Hauptmahlzeiten werden in Zukunft doch zermatscht und ihr mit dem Loeffel gegeben. Damit sind wir sicher, dass sie weiterhin viele neue Lebensmittel und Geschmaecker kennenlernt, Essen fuer sie aber nicht zu stressvoll und negativ wird.

Wir werden ihr aber weiterhin Kleinigkeiten zum Selberessen geben. Es macht ja richtig Spass zuzusehen, wie sie an einem Stueck Kaese oder Obst herumspielt, herumknabbert,  isst und zum Schluss die Reste wegwirft (ja, die Reihenfolge ist richtig).

Zusaetzlich werden wir uns umgehend um einen Termin zum Zungenbaendchen-Durchtrennen kuemmern. Die private Krankenversicherung hat den Eingriff schon bewilligt, jetzt geht es nur noch um den zustaendigen Arzt und einigen Papierkrieg.

Eine etwas andere Anekdote: Nora machte heute ihre erste Erfahrung in Fernseh-Knabbereien. Heute nachmittag lief Rugby auf BBC (Wales gegen Italien) und sie bekam ein Stueck Frischkaesebroetchen. Sie starrte fasziniert auf den Fernseher (naja, muskuloese Maenner in knappen Trikots, das Maedchen setzt ihre Prioritaeten schon mal fest) und mampfte dabei ihr Brot ohne den Blick vom Fernseher abzuwenden.  Hmmm, das sollten wir nicht zur Gewohnheit werden lassen…

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Zu kurzes Zungenbaendchen

21. Februar 2008 · 1 Kommentar

Als Nora vier Tage alt war, wurde uns von einer Stillberaterin erklaert, dass Nora ein zu kurzes Zungenbaendchen (das ist das Band, das die Zunge mit dem unteren Gaumen verbindet) hat. Es macht Sillen etwas schwieriger, aber mit dem richtigen “Anlegen” hatten wir keine Probleme Nora zu stillen. Unser Hausarzt meinte, dass es nicht durchgeschnitten werden muss, wenn Nora gut isst und zunimmt. Wenn Nora sechs Monate alt ist sollten wir noch mal vorbeikommen und er wuerde uns zum Spezialisten ueberweisen.

Diesen Spezialisten, einen Kinderchirurgen, haben wir Anfang Februar gesehen. Seine Empfehlung war noch ein wenig zu warten - am Besten bis Nora etwa ein Jahr alt ist, da die Mini-OP (ein Schnitt von ca. 5-10 Sekunden) bei Vollnarkose durchgefuehrt werden wuerde. Das war vor rund einem Monat.

Bis dahin waren Noras BLW-Erfahrungen noch recht gering und die Bissen, die sie nahm, waren recht klein und wir waren mit seinem Vorschlag einverstanden.

Inzwischen sieht die Situation jedoch etwas anders aus: Nora ist mehr selbstbewusst und beisst durchaus groessere Bissen ab. Und da beginnt das Problem: Nora hat auf einmal viel Essen im Mund und kann es nicht mit der Zunge im Mund bewegen. Wie man sich vorstellen kann, ist das Gefuehl, etwas im Mund zu haben, was weder nach hinten noch nach vorne zu bewegen ist, alles andere als angenehm. (Probier’s mal aus: Nimm vier groessere Portionen Nudeln in den Mund und versuche sie wieder los zu werden - ohne die Zunge zu benutzen…)

Nachdem wir dieses Problem in den letzten Tagen leider mehrfach hatten, werden wir uns doch frueher als geplant mit dem Arzt in Verbindung setzen und einen Termin fuer Noras erste groessere aerztliche Behandlung machen.

Bis dahin muessen wir mal sehen, wie Nora sich weiterhin ernaehrt. Zum Glueck war sie von der Erfahrung heute mittag, als sowohl ein paar Stuecke Karotte (westfaelisch: Moehre, norddeutsch: Wurzel, fraenkisch: gelbe Ruebe) als auch ein Stueckchen Huhn “feststeckten”, nicht zu lange traumatisiert. Sie hat, direkt nachdem die stoerenden Stuecke aus dem Mund heraus waren, noch ein Stueck Pastinake und noch mehr Karotte verspeist.

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Zahnschmerzen und Essen

19. Februar 2008 · Keine Kommentare

Nora kaempft mit den oberen Schneidezaehnen. Diese kuendigen ihren Durchbruch lautstark und schmerzhaft an.

Da ist es durchaus verstaendlich, dass essen das letzte ist, worauf Nora Lust hat. Um ihr trotzdem mehr als nur Milch, Joghurt und Haferbrei bieten zu koennen, wurde das Breiglaeschen herausgeholt.

Allerdings gibt es eine strikte Regel: Brei gibt es nur aus Zutaten, die Nora nicht als Fingerfood essen kann. Und es darf kein fader Einheitsbrei sein.

Buehne frei fuer den Spinat, Lachs und Pastinaken-Brei, gewuerzt mit Dill und Ingwer. Er scheint Nora zu schmecken und wurde mit Appetit verspeist. Zum Nachtisch gab es Banane zum selber essen (naja, von Mama gehalten, aber Nora musste selber beissen und kauen).

Nora schafft es inzwischen groessere Stuecke bei solch weichem Obst im Mund zu “manipulieren”. Sie trinkt inzwischen auch gut Wasser aus ihrer Trinklerntasse, gut zum Herunterspuelen.

Hoffen wir, dass die Zaehne ihr bald Vergnuegen statt Schmerzen bereiten.

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